Hi zusammen,
ich wollte nur kurz zeigen, dass ich wieder auf diese Seite zurückgefunden habe. Nachdem sich meine Threads nicht mehr öffnen lassen, starte ich vielleicht hier einfach einen neuen. Tut mir leid, wegen des Durcheinanders. Ich weiß nicht, ob das andere auch kennen, aber manchmal habe ich so den Drang wegzulaufen. (Früher bin ich viel weggelaufen) Hier hatte ich das bisher immer noch so halbwegs im Griff, aber letzte Woche hatte ich einen ziemlichen Aussetzer und bin einfach überall und von jedem weggelaufen. Vor allem vor den Menschen, die mir eigentlich nur helfen wollen, aber manchmal macht mir auch das Gute Angst und manchmal so sehr, dass ich mich davon bedroht fühle und weglaufe. Heute ist mein Leben ein ziemlich anderes als es früher war, aber manchmal kann ich nicht mehr fühlen, dass sich schon einiges verändert hat. Einiges ist besser bzw. anders geworden. Bei weitem nicht genug, aber es ist ein Anfang. Und obwohl sich im Laufe der letzten Jahre schon viel verändert hat, fühlt sich manchmal noch alles so an, als wäre noch alles wie früher. Aber mit solchen Aussetzern muss ich wohl einfach lernen zu leben...
Liebe Grüße
Feline
PS: Danke Girl, deine Worte habe ich noch gelesen. :)
hi feline
ich kann nachvollziehen, dass du dich unverstanden fühlst. Ich fühl mich selbst oft ein bisschen hilflos, wenn ich deine Beiträge lese, weil ich nachvollziehen kann, wie du fühlst und ich glaube auch sehr berechtigt ist, wie du fühlst. Ich glaube es ist nichts, wo man sagen kann, hab doch mal eine andere Sichtweise darauf. Gerade auch, weil es körperlich ist und manchmal auch real bedrohlich (wenn ich es richtig verstanden hab). Ich kann mir vorstellen, dass das Gefühl, dem eigenen Körper so ausgeliefert zu sein sehr furchtbar ist. Ich würde dich gerne aus dem Krokodilmaul rausholen oder dem Krokodil sagen, es soll dich in Ruhe lassen, aber das kann ich nicht. Aber ich lese dich und fühle mit dir.
juni
Hi Claudia,
ich weiß nicht, ob man verstanden hat, worum es mir in meiner Mail ging. Mein Problem ist nicht, dass ich nicht weiß, wohin ich langfristig gesehen mal möchte. Mein Problem ist, dass ich es nicht umsetzen kann, weil ich in den vielen kleinen, tausenden Momenten meines Lebens nicht weiß, was ich brauche und wie ich damit umgehen kann, um irgendwann mal vom Überleben ins Leben zu kommen. Wenn es darum gehen würde, was ich so grundsätzlich gern hätte und es nur genug wollen müsste, dann wäre ich nicht hier. Und wenn es mir so schlecht geht, ich verzweifelt bin und nicht mehr weiß, ob ich am nächsten Tag noch da bin. Nicht wegen den dunklen Gedanken, sondern auch wegen der Todesangst, dann hilft es mir nicht, wenn mir jemand sagt, dass es schön ist, dass ich ja erkenne, wohin ich will und dass das jedem zusteht. Nur, weil es mir zusteht, wird es nicht eintreten. Jedem Baby steht ein behütetes Zuhause zu. Ein Recht auf etwas zu haben, heißt nicht, es zu bekommen. Ich weiß nicht, ich wollte eigentlich Hilfe finden, für die kleinen schlimmen Momente. Die, die sich so groß anfühlen, es aber nicht sind. Die, in denen ich keine Kontrolle habe und mich alles überspült. Aber kann sein, dass dafür das Forum nicht geeignet ist. Und ja, ich weiß, dass das Forum auch keine Akuthilfe ist. Aber jetzt würde ich nur anfangen mich zu wiederholen und darauf habe ich keine Lust. Wenn es so schwer ist meine Worte zu verstehen, dann dürfen sie auch einfach unkommentiert stehen bleiben. Ich bin nämlich einfach fertig damit mich unverstanden zu fühlen und mich immer und immer wieder zu erklären. Niemand muss mich verstehen, weil ich weiß, wie schwierig und kompliziert ich bin. Und ich kann auch selbst, wenn ich nicht gerade im Notfallüberlebensmodus bin Dinge positiv sehen. Aber in den dunklen Momenten hilft mir das nicht und da will ich das nicht, weil es auch nicht ankommt. In anderen Momenten gerne, weil es ist auch nicht immer alles scheiße. Aber es macht mich wütend, wenn man mir, während ich im Krokodilsmaul liege, sagt: „Schau mal, aber das und das machst du ja schon ganz gut.“ Maul zu, Feline gefressen. Aber wenigstens weiß ich dann noch, was ich schon auf die Kette bekomme.
Sorry, dass ich so bin. Ich bin vielleicht auch zu komplex fürs Leben fürs Forum für alles und sollte es lassen. Trotzdem danke für eure Antworten, denn viele waren auch sehr hilfreich für mich. Aber ich bin erstmal wieder raus.
Feline
Hallo Feline,
"ich möchte raus ins Leben", das ist schon ein großer, schöner Schritt. Ja, was Glück ist, das wäre mal ein Thema für unsere Themenwoche.
Am Leben teilhaben, Kontrolle über sich selber haben und weitergehen, das steht jedem zu und du erkennst es ja.
bke-Claudia
Hi Flower und Kira,
danke für eure Antworten!
@Flower: Klar, ist es in Ordnung, dass du mir schreibst! Danke, dass du dir so viel Mühe gemacht hast! Mir hilft es auch manchmal nur zu schreiben, um manche Dinge einfach loszuwerden, wenn die mich so erdrücken und ich sonst nicht weiß, wohin damit. Therapiesuche ist wirklich schwierig. Ich habe sämtliche Therapeutensuchmaschinen durch, auch die 116 117 und die kvb usw. In meiner Region scheint es aber auch sehr schwierig zu sein.
Mit meiner Betreuerin habe ich jetzt auch nicht so das mega Verhältnis. Sie hilft mir im Alltag und so und dazu nutze ich die Hilfe auch und das ist so in Ordnung für mich, aber so für die Psyche ist das eher schwierig. Ich habe oft das Gefühl, dass ich der nicht richtig sagen kann, was in mir vorgeht, weil die dann gleich Panik bekommt und mich in die Psychiatrie schicken will. Dabei wollte ich eigentlich nur gern über manche Dinge sprechen, aber ich lasse das bei ihr lieber. Ich spreche dann hier in der Mailberatung und der ES darüber. Therapie wär halt gut, aber wenn es das zurzeit nicht gibt, dann muss ich mich damit einfach abfinden.
Danke, dass du geschrieben hast und dass du das kennst. Es hilft schon, wenn man merkt, dass man mit den Dingen nicht alleine ist. Nora App guck ich mir mal an. Die kenne ich gar nicht. Sonst habe ich nicht so gute Erfahrungen gemacht mit dem Krisenchat und der Online TS. Beim Krisenchat ist irgendwie immer so viel los, dass die mir immer sagen, ich kann gern am nächsten Tag nochmal fragen, aber in der Situation selbst haben die oft keine Kapazitäten und dann lass ich es. Habs aber jetzt lange nicht mehr ausprobiert. Bei der TS fühle ich mich nicht wirklich verstanden.Ich bin vielleicht auch schwierig und kompliziert, aber manchmal rede ich dann lieber mit Chat GPT als mit der TS. Soll nicht undankbar klingen, aber KI ist manchmal echt freundlicher und empathischer als manche Menschen. Wobei es schon auch liebe Menschen gibt, aber die sind halt oft nicht so erreichbar. Ist ja auch in Ordnung, aber so für den Akutfall finde ich es schwer Hilfe zu finden.
@Kira: Mir geht es hier jetzt so im Forum auch gar nicht ums „gerettet werden“. Also ich weiß, dass mich niemand retten kann und das erwarte ich ja auch gar nicht. Man kann sich theoretisch nur selbst retten, aber wenn man nie gelernt hat, wie das geht, dann ist das nicht so leicht. Ich habe nie gelernt, wie man Leben gestaltet, wie man sich ein lebenswertes Leben aufbaut. Ich habe nie gelernt, wie man seine Gefühle reguliert und dass man die überhaupt haben darf. Ich habe auch nie gelernt, dass ich überhaupt existieren darf. Ich weiß schon, dass viel in meiner Hand liegt und ich versuche auch wirklich viel. Ich versuche Skills und Ablenkung und alles mögliche. Mache ich wirklich. Nur manchmal ist mein Hirn so „weg“ oder so gefangen in der Angst, dass ich nicht mehr an mich rankomme. Wahrscheinlich kommt dann auch niemand anderes an mich ran. Wenn ich Todesangst habe, dann kann ich nicht Musik hören oder sowas, weil ich bin dann so in dieser Panik, dass ich davon überzeugt bin zu sterben. Und wenn man das fühlt, macht alles andere was man tut oder tun könnte keinen Sinn mehr. Das ist wie wenn man im Krokodilsmaul liegt. Da denke ich auch nicht mehr darüber nach, ob ich jetzt ne Serie schauen könnte oder doch mal kurz ums Haus laufen soll. In solchen Momenten geht es nur noch ums überleben und auch wenn ich nicht im Krokodilsmaul liege, fühlt es sich so an und dann ist die Realität einfach weg und ich bin davon überzeugt, dass ich da drin liege und gleich sterbe. Ist schwer das zu beschreiben.
Und mein Anspruch ist auch überhaupt nicht glücklich sein. Für mich ist das unrealistisch. Ich möchte aus dem Überleben raus ins Leben und ich muss nicht glücklich sein. Ich glaube es gibt kein glücklich sein. Aber es soll keine Qual mehr sein und ich möchte mehr Kontrolle über mich und nicht so oft Kontrolle über mich verlieren. Aber ich erwarte von niemandem, dass er mir hilft oder mir was abnimmt oder mich rettet oder oder oder. Niemand wird hier klingeln und mich retten. Und mal abgesehen davon, würde ich das gar nicht wollen, weil das auch irgendwie übergriffig ist. Das wollte ich nur noch klarstellen, weil das ist wirklich nichts, was ich erwarte und was ich mir auch nicht wünsche.
Danke nochmal für eure Nachrichten!
Feline
Liebe Kira, danke für deine Antwort. Es tut mir auch leid, dass ich heute schon wieder schreibe. Ich komme zurzeit einfach gar nicht mehr klar mit mir. Und jetzt ist Wochenende und niemand ist da und meine Panik ist so groß und die Symptome auch und ich kann nicht mehr unterscheiden, ob das neurologisch oder psychisch ist. Ich weiß langsam einfach gar nichts mehr. Ich habe nur so Angst damit jetzt allein zu sein, wenn doch wirklich was ist. Wahrscheinlich ist wie immer nichts, aber nichts beruhigt mich. Ich weiß, ich bin zurzeit voll der oberpsycho und wäre in der Klinik besser aufgehoben. Ich würde auch sofort gehen, aber ich warte immer noch auf den Platz... Psychiatrie kommt für mich nicht in Frage, weil mir das wohl eher noch mehr schaden würde. Es stut mir leid, dass ich dauernd schreibe. Ich weiß auch, dass mir wahrscheinlich eh niemand so wirklich helfen kann. Ich bräuchte wohl auch einfach eine Therapie, aber ich finde ja auch da niemanden. Tut mir leid. Ich bin einfach total am Ende und durcheinander und habe Panik.
Liebe Feline,
wie du hier aus den Erfahrungen liest, geht es nicht um „dich retten zu können“. Warum ist es so wichtig zu unterscheiden: zwischen dem, dass du Begleitung und Unterstützung unbedingt brauchst und aber auch einiges in deiner Hand und deiner Macht liegt? Wenn du diesen Unterschied für dich raus bekommst, dann wirst du selbstwirksamer. Du kannst stärker, hoffnungsvoller und offener werden. Wenn du in dir selbst Hoffnung suchst und findest, hat die Hilfe von außen viel mehr Chancen. Du bist es selbst, die es manchmal in der Hand hat: in deinen Gedanken und in deiner Bereitschaft, dir helfen zu lassen und daran zu glauben, dass du hier bist um glücklich und gesund zu sein. Das wünsche ich dir sehr.
Ich wünsche dir etwas Leichtigkeit am Wochenende!
Sonnige Grüsse
bke-Kira
Hey Feline,
ich hoffe, es ist okay, dass ich dir schreibe.
Ich muss dir ganz ehrlich sagen, dass ich mich in dem was du schreibst, total wiederfinde. Mir geht es aktuell sehr ähnlich. Ich weiß nicht, ob es dir hilft, zu hören, dass es anderen genauso geht wie dir, und du mit deinen Themen nicht alleine bist. Wenn das was ich schreibe, gar nicht ist, was du hören möchtest, dann sag mir bitte Bescheid, ja?
Auch ich kenne dieses Gefühl zu gut, dass ich gar nicht genau weiß, welche Hilfe ich brauche, was ich mir vom Forum wünsche, was von der Mailberatung, was vom Einzelchat usw. Allgemein weiß ich nicht, was ich brauche. Und mittlerweile drängt sich mir immer mehr der Gedanke auf, dass wenn ich selbst nicht weiß, was ich brauche, dass genau das vielleicht der Grund ist, warum ich mich so verloren fühle, auch wenn so viele Menschen immer wieder versuchen, für mich da zu sein, und mir zu helfen. Ich weiß selbst, wie schwer es ist, genau zu definieren, was genau ich brauche. Ich selbst kann mich nicht ,,retten", und ich weiß auch nicht, was ich brauche, damit es mir besser gehen kann. Dadurch habe ich oft die Erwartung / den Wunsch, dass andere erkennen, was mit mir los ist, und mich daraus endlich befreien, und mir genau die Hilfe geben, die ich brauche. Aber, und das sage ich, obwohl ich weiß, wie hart diese Erkenntnis ist, niemand kann meine Gedanken lesen, und niemand kann mir so helfen, wie ich es brauche, wenn ich selbst gar nicht weiß, was ich brauche, und wenn ich nicht ganz klar meine Bedürfnisse in der aktuellen Situation benenne. Ich will dir damit echt keine Angst einjagen, aber mir half es in letzter Zeit, auch wenn ich nicht genau weiß, welche Hilfe ich brauche, zu definieren, welche Dinge ich nicht möchte, und was sich für mich total unpassend anfühlt. Vielleicht wäre das ein erster kleiner Schritt, um sich immer näher dem zu nähern, rauszufinden, was für eine Hilfe du brauchst, und was deine Bedürfnisse und Wünsche sind. Wie du möchtest, dass dir beratend zur Seite gestanden wird. Manchmal, oder besser gesagt oft, habe ich aber auch einfach den Impuls, einfach rauszuschreiben, was gerade in mir vorgeht, und auch das ist vollkommen okay!
Auch den Punkt mit der Therapiesuche, das fühle ich so. Mir ging es genauso und auch ich habe tausende Absagen bekommen, und es dann irgendwann aufgegeben. Ich nehme mal an bei der 116 117 hast du vermutlich schon angerufen?
Auch, dass es dir sehr schwer fällt, dich einer anderen Beraterin anzuvertrauen, kenne ich total gut.. Es tut mir total leid, dass deine Beraterin so lange krank ist. Ich hoffe sehr, dass sie bald wieder kommt, und du dann mit ihr wieder reden kannst. Ich weiß jetzt nicht, ob es dir helfen würde, aber hast du es schonmal ausprobiert, ihr in Gedanken quasi Nachrichten zu schicken? Dir zu überlegen, was du ihr gerade gerne sagen möchtest, und dir dann zu überlegen, was sie dir evtl. antworten würde? Ich weiß aber nicht, ob dich das vielleicht noch trauriger macht. Wenn ja, dann tut mir das voll leid, dass ich's vorgeschlagen hab,.
Auch hier weiß ich wieder nicht, ob dir das hilft, aber du bist nicht alleine, Feline. Wir hier im Forum sind gerne für dich da & du kannst immer schreiben. Ich werde versuchen, dir zu antworten, wenn du das auch möchtest.
Mir geht es genauso, dass ich, egal wie schlecht es mir geht, es einfach nicht übers Herz bringen würde, bei so einem Krisendienst anzurufen. Davor habe ich einfach zu große Angst. Für den Notfall kompletten Ausnahmezustand kannst du mal dir die App ,,Nora" ansehen. Da kannst du per Button einen Notruf absetzen, und musst nicht telefonieren. Mit der Leitstelle kommunizierst du dann nur über Chat. Sonst, und ja ich weiß mit dem Vertrauen ist es schwierig, kannst du dich in den Onlinechats auch an Krisenchat und an die TS Online wenden.
Es muss dir überhaupt nicht leid tun, dass du das geschrieben hast. Ich möchte nicht, dass du das Gefühl hast, komplett alleine zu sein, auch wenn es dir vielleicht nicht so viel bringt, wenn dir jemand im Forum schreibt, dass du nicht alleine bist.
Ich weiß jetzt auch nicht, ob es überhaupt etwas gebracht hat, oder ob das was ich gerade schreib total sinnlos ist, aber ich wollt dir das Gefühl geben, dass du nicht alleine bist.
Liebe Grüße
Flower
Hi Stephan,
danke fürs Schreiben. Ich weiß ehrlich gesagt auch nicht genau, was ich vom Forum gerne hätte. Ich weiß allgemein gerade auch nicht, was mir helfen würde. Ich will, dass die Angst aufhört oder weniger wird und dass ich wieder realistisch denken kann und dass dann die Symptome aufhören. Aber ich weiß nicht wie das geht oder was ich dafür brauche.
Auf den Klinikplatz warte ich seit September und so wie es aussieht wird es wohl erst Herbst bis das klappt… Und bei der Therapiesuche habe ich nur Absagen bekommen. Schon über 20 und jetzt bin ich gerade nicht mehr stabil genug zum weitersuchen, weil diese ganzen Absagen, das ist schwer auszuhalten.
Ich muss noch durchhalten, bis ich Hilfe finde oder bekomme, aber manchmal bin ich so verzweifelt. Diese Woche ist auch meine Betreuerin krank und nächste Woche wahrscheinlich auch noch und es kommt dann schon eine andere, wenn ich Bedarf habe, aber die kenne ich nicht gut und das mit dem Vertrauen ist dann schwierig für mich.
Gerade würde ich am liebsten nicht alleine sein, aber ich habe niemanden, den ich anrufen kann. Ich weiß schon dass es Krisendienste und so gibt, aber ich trau mich nicht dort anzurufen. Ich muss mich nur irgendwie wieder beruhigen und vielleicht ist dann der Nebel weniger im Kopf und vielleicht kann ich dann auch wieder realistisch denken und fühle mich dann nicht so bedroht. Aber ich weiß gerade nicht, wie ich da rauskommen kann. :( Tut mir leid, dass ich das alles geschrieben habe.
Feline
Hallo Feline,
Du kannst jederzeit hier im Forum schreiben. Vielleicht kannst Du mir etwas helfen, damit ich weiß, was Du vom Forum gerne hättest: Was hilft Dir denn hier? Der Austausch? Brauchst Du Tipps, was Du jetzt tun kannst?
Es ist gut, dass Du für Dich klar hast, was Du brauchst und auf einen Platz wartest. Doof ist natürlich, dass Du warten musst. Hast Du Menschen, bei denen Du Dich melden kannst? Mit denen Du telefonieren könntest, sollte es zuviel werden? Oft helfen ja kleine Dinge, um zumindest ein klein wenig durchatmen zu können. Bis die großen Veränderungen dann erreichbarer werden.
Viele Grüße schickt
bke-Stephan
Liebe Feline,
wie mutig, dass du schreibst. Und ich glaube dir, dass du bei jedem zusätzlichen Symptom Angst bekommst. Beim Lesen habe ich gedacht, dass es manchmal bei Angst auch hilfreich sein kann, etwas Ruhe und Stabilität durch Medikamente zu erreichen. Ich weiss nicht, was dir gerade hilft und wie es dir gelingen kann, immer wieder Stabilität und Sicherheit zu erlangen und darauf zu vertrauen, dass es dir besser gehen darf. Das wünsche ich dir und glaube, dass es nicht einfach ist.
Etwas Zuversicht und etwas Leichtigkeit wünsche ich dir
Gute Nacht!
bke-Kira
Hi Feline,
ich verstehe, dass du mit deinem Körper haderst, ich spreche von deiner Phantasie und von gesunden Gedanken, diese haben ganz viel Kraft.
Versuche es immer wieder, lasse Bilder dazu entstehen. Die Energie können starke Bilder sein, Tiere z.B.
Lg bke-Claudia
Hallo Feline,
dass du gerade Angst hast, das ist gut nachvollziehbar. Es ist sicher auch nicht so einfach, sich abzulenken, wenn es einem gerade so schlecht geht.
Manchmal hilft es aber, sich Kraftbilder zu suchen. Eine starke Energie, die durch den Körper fließt und gegen alles kämpft, was nicht ok ist.
Vielleicht gelingt es dir.
Gute Besserung
bke-Claudia
Hey Feline,
stimmt, Bettys Frage war ganz anders gemeint als es bei dir ankommt. Aber das ist nicht schlimm, weil das an dem Filter liegt, durch den du zur Zeit wahrnimmst. So ein Filter kann sich ändern, manchmal sogar ganz schnell und oft weiß man nicht mal warum.
Mir scheint es, als würdest du dich ganz schön unter Druck setzen, um herauszufinden, was du brauchen könntest, was dir helfen könnte. Aber mal ehrlich, du bist kein Hellseher und bist auch kein Therapeut, der aus einem Portfolio an Methoden die geeignete heraussuchen könnte. Sich selbst Druck zu machen, mündet in eine Stresssituation für Körper und Psyche. Und bekanntlich sind in Stresssituationen unsere komplexen Denkfunktionen recht eingeschränkt und unser Körper schützt sich durch unterschiedliche Reaktionen.
Du schreibst; dass du dich verloren fühlst, du keinen Zugang findest zu dir selbst, dann könnte es ja auch eine Möglichkeit sein, nicht verzweifelt weiter zu suchen, sondern zu akzeptieren, dass es momentan so ist.
Schnapp dir dein Handy, mach eine spontane Bilderreihe von der Natur, Tieren oder anderen Dingen, die du gern im Bild festhalten möchtest. Es wird sehr spannend sein, wenn du dir die Bilder später anschaust und mal überlegst, warum du grad diese Motive gewählt hast. Vielleicht findest du Antworten, vielleicht auch nicht. Dann ist es eben so. Ich weiß nicht, ob das eine gute oder eine schlechte Idee ist, du könntest es herausfinden, indem du es probierst. Magst du?
Ach ja, da fällt mir ein, hattest du nicht auch ein Schatzkästchen? Wann hast du dort das letzte Mal etwas hineingetan? Oder wann hast du es dir hervorgeholt, um die Dinge darin anzuschauen oder zu nehmen? Magst du?
Also ich mag. Dass du hier bei uns bist.
bke.Nana
Hi Betty,
danke für deine Antwort! Belle bekommt ganz viele Streicheleinheiten, wenn sie mag.
Ich frag mich das auch schon die ganze Zeit. Also was würde es weniger schlimm machen und was will ich hier überhaupt noch erreichen bei der bke. Aber ich weiß es nicht. Ich weiß nicht, was mir helfen würde. Ich weiß nicht, was ich brauche. Ich weiß, dass ich Hilfe brauche, weil ich nicht klarkomme, aber ich weiß nicht, was mir hilft. Niemand sagt mir das und ich spüre das nicht. Ich habe auch überlegt, ob ich mich hier einfach abmelden soll oder vielleicht wäre es auch besser, ihr würdet mich hier rauswerfen, weil man mir nicht helfen kann und ich nicht konstruktiv sein kann. All zu viel Zeit habe ich hier ja sowieso nicht mehr.
Ich weiß schon, dass die Frage wahrscheinlich nicht so gemeint ist, aber bei mir kommt dann an, dass ich gehen soll, weil ich halt auch einfach nicht sagen kann, was ich brauchen würde. Aber keine Ahnung, wie man das lernt. Zurzeit habe ich irgendwie keinen Zugang mehr zu mir und halt nur noch Angst davor wie es weitergeht und ob es überhaupt weitergeht. Ich bin verloren, also so fühle ich mich und mir kann auch keiner helfen. Wahrscheinlich auch keine Therapie. Aber mit der Einstellung wird es so oder so auch nicht besser, aber ich weiß nicht, wie ich das verändern soll, weil es sich halt einfach so anfühlt. Ich wünschte auch, ich wär nicht so kompliziert und könnte das alles besser annehmen oder nutzen, aber es ist schwer. Und dann denk ich mir, dass ich auch gehen könnte, weil ich scheinbar auch zu doof dafür bin Hilfe anzunehmen. Ich weiß nicht, wie ich das durchbrechen kann. Keine Ahnung. Manchmal wünsch ich mir auch nur, dass ihr mich hier auch aufgebt, weil es dann einfacher wäre so ganz zu gehen. Sorry, dass ich das schreibe. Tut mir auch leid überhaupt für diese Gedanken. Ich weiß einfach nicht so richtig weiter. Vielleicht liegt das auch daran, dass ich keine Hoffnung mehr habe, aber ich weiß nicht, wie ich die wieder finden kann. Ich weiß einfach gar nichts mehr.
Sorry für das.
Feline
Hey liebe Feline,
schön, von dir hier wieder zu lesen, gleichwohl es mir leid tut, was du da schreibst. Ich kann mich da nur mit dir ärgern, das System ist an der Stelle wirklich.... herausfordernd....
Vielleicht kann es Sinn machen, weniger auf die große Hilfe in Form von Therapie an dieser Stelle zu gucken. Vielleicht können wir schauen, was die Situation gerade zumindest weniger schlimm macht? Um so weiter Ausdauer halten zu können, bis ein passendes Angebot gefunden wird?
Du hast dich entschieden, hier die bke zu nutzen, um deinem Unmut mal Luft zu machen. Das war ein schlauer Schritt. Verändert dieser vielleicht etwas? Ein klitzekleines bisschen vielleicht?
Wofür könntest du diese Seite hier vielleicht noch nutzen? Wobei könnten Mail, ES, Forum vielleicht helfen, um bei aller Schei.... noch ein bisschen Luft wieder reinzulassen?
Wenn du magst, setzt sich Belle gern hier eine Weile hin und wartet auf Streicheleinheiten :)
Ich schicke dir eine Duftkerze - Meeresbrise - um den Schei...-Gestank eine Weile rauszubekommen und ein wenig Licht zu bekommen.
Viele Grüße
bke-Betty
Hi zusammen,
zurzeit ist es so schwierig und ich weiß nicht mehr weiter. Ich finde einfach keine Therapie. Mittlerweile habe ich über 20 Absagen. Dabei sind das alles Absagen, weil die Therapeuten voll sind oder keinen Platz auf der Warteliste haben. Also ich habe noch nicht einmal die Chance gehabt, ob es vielleicht passen könnte. Und da ist ja das Risiko dann auch noch hoch, dass es nicht passt, aber soweit kam es bisher nicht. Bzw. einmal hatte ich Gespräche bei einer Therapeutin, die mir auch erst einen Platz zugesagt hatte, ihn dann aber doch zurückgenommen hat, weil ich zu komplex gestört bin. Das verletzt mich immer noch und es macht mich müde. Ich glaube, es gibt im Moment auch keine mehr im 30 km Umkreis, die ich noch nicht angefragt habe. Möglichkeiten für ein Erstgespräch gibt es, aber danach gibt es keine Aussicht auf einen Platz oder die Warteliste. Eine Therapeutin hat mir das angeboten, aber mir auch gesagt, dass es nicht so viel Sinn macht das anzunehmen, weil sie mir danach keine weitere Unterstützung anbieten kann. Therapeuten sind nur verpflichtet solche Gespräche anzubieten, egal, ob sie einen Platz haben oder nicht. Ich habe sämtliche Suchmaschinen für Therapeuten durch und auch die KVB. In der Klinik habe ich auch nochmal nachgefragt, aber da wird es auch immer später. Jetzt ist es nicht mehr Sommer 26, sondern Herbst 26. Ich habe auch ein Ausbildungsinstitut für Psychotherapeuten angefragt, aber die sind nicht die richtigen für mich. Und die Krankenkasse zahlt keine Therapie bei privaten Therapeuten, egal, wie viele Ablehnungen man hat. Ich weiß langsam einfach nicht mehr weiter und diese Ablehnungen machen mich so krank und kaputt. Es besteht ja nicht einmal die Aussicht auf Hilfe. Die meisten haben gesagt, sie sind mindestens 12-18 Monte voll. In 12 -18 Monaten werde ich mit Sicherheit genau dasselbe hören, vorausgesetzt, dass es mich dann noch gibt, weil ich brauche wirklich dringend Hilfe. Auch mein Psychiater hat schon bei Kollegen angefragt für mich, aber wenn nicht einmal der Erfolg hat, dann kann ich es ja total vergessen. Trotzdem ist es sehr nett von ihm und ich bin ihm dankbar. In die Psychiatrie gehe ich nicht, das würde mir nicht helfen, sondern mir eher schaden, mit den ganzen Regeln und dem eingesperrt sein. Nichtmal lüften kann man da, ohne das Zimmer verlassen zu müssen. Also mit sowas komm ich nicht klar zurzeit. Ich brauche meine Freiheit und Selbstbestimmung. Ich habe schon überlegt in eine Beratungsstelle zu gehen, aber ich bräuchte halt eigentlich Therapie und keine Beratung. Ich habe bei einer Beratungsstelle schon angefragt, zwar noch keinen Termin gemacht, aber da wartet man auch zurzeit über 3 Monate auf einen Termin. Ich weiß nicht, was ich tun soll. Es macht vermutlich auch keinen Sinn hier zu schreiben, weil man mir sowieso nirgendwo helfen kann. Es ist schwer am Leben zu bleiben, weil ich keine Hilfe habe und keinen Platz auf der Welt. Keinen Sinn mehr und ich trage auch nichts zur Gesellschaft bei, weil ich nicht mal mehr in die Schule gehen darf/kann. Und jetzt hänge ich hier und versuche Hilfe zu finden und gebe mir ernsthaft Mühe und versuche durchzuhalten, aber ich weiß gar nicht wofür, weil es so oder so aussichtslos ist. Alleine werde ich das nicht mehr lange schaffen, aber Hilfe erzwingen kann ich auch nicht. Ich fühle mich dabei auch so schlecht. Ich halte diese ganze Ablehnung nicht mehr aus. Es tut mir weh und es zerreißt mich. Ich schreie nach Hilfe, aber alle Türen bleiben zu. Was habe ich für eine Alternative als aufzugeben?
Tut mir leid
Feline
Hi Feline,
es tut mir leid zu lesen, dass du gerade so viel Schmerz in dir fühlst.
Ich möchte dich daran erinnern, wie stark du bist und dass du in der Vergangenheit bereits schwierige Situationen überwunden hast.
Auch wenn es jetzt besonders herausfordernd ist, ist es wichtig, dass du auf dich acht gibst und gut zu dir bist.
Vielleicht kannst du dir kleine Pausen gönnen, um einen Moment der Ruhe zu finden oder etwas tun, was dir Freude bereitet, selbst wenn es etwas Kleines ist.
Ich schicke dir stärkende Grüße und hoffe, dass du bald wieder mehr Licht siehst.
bke-Fritzi
Hallo Feline,
es ist gut, dass du hier schreibst, auch wenn du nicht alles schreiben kannst, wonach dir wäre. Es ist auch gut, das du genau schaust, was du hier öffentlich schrieben kannst/ möchtest und was besser nicht. Dass es dir miserabel geht und du dich am Ende deiner Kräfte erlebst, ist nicht zu übersehen. Es tut mir sehr leid, dass das Jahr für dich so beginnt. Es ist für mich auch nachvollziehbar, dass du dich trotz deiner Not nicht völlig fremden Fachleuten im Rahmen einer möglichen Akut-Aufnahme in einer Klinik aussetzen möchtest. Alles von Neuem erzählen und dich erklären müssen. Ich hoffe, es gibt hier bei der BKE und in deinem "Helferumfeld" vor Ort ab Montag wieder jemanden, an den du dich wenden kannst.
Du bist jetzt gerade offensichtlich in einer großen Not, weshalb ich nachfrage: Du bist die Fachfrau für dich, triffst Entscheidungen für dich, das ist ist mir klar. Punkt. Dennoch: Was könnte neben der Anstrengung, bei einer Klinikaufnahme zu erklären, warum du Hilfe brauchst, möglicherweise hilfreich sein, könnte dich etwas entlasten? Ich schreibe das nicht, um dich zu irgendetwas zu überreden, sondern um dir Impulse zu geben, auch diese für dich im Moment ausgeschlossene Option der Unterstützung, von unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten. Meist gibt es neben all den "bedrohlichen" Aspekten auch konstruktive. Gehe doch mal im Kopf durch, was es da geben könnte, okay?
Weiter gibt es auch- du wirst das bestimmt wissen- dennoch weise ich daraufhin:
Beide Angebote sind dafür da, genutzt zu werden. Lass dir das durch den Kopf gehen oder schau's dir zumindest mal an.
Dabei belasse ich es und wünsche dir, dass du -egal ob du dich für eine Art der o. g. "Überbrückung" entscheidest oder nicht- die Zeit, bis wieder jemand aus deinem gewohnten Kreis zur Verfügung steht, möglichst gut überstehst.
Schaff`s gut + viele Grüße,
bke-Lorenz
Liebe Feline,
deine Frage ist sehr gut und ich denke, auch andere Menschen sehen sich mit ihr konfrontiert, offen oder unbewusst:
"Glaubst du, man kann das Hilfreiche irgendwie oder irgendwann von dem Traurigen trennen? Hast du Ideen, wie das gehen könnte?"
Liebe Feline, ja, ich glaube das dass funktionieren kann!
Ich bin ganz hin und weg, du hast eine Playmo-Figur und eine Menge Gutes aus eurer Zeit, euren gemeinsamen Prozess in deinem Schatzkästchen. Prima, echt wahr! Ich weiß, das ist nichts Bahnbrechendes oder wirklich Neues, dennoch möchte ich es erwähnen. Wenn uns etwas lieb war, uns etwas bedeutet hat, eine wichtige Rolle für uns gespielt hat, auch als hilfreich oder sogar als existentiell erlebt wurde, wegfällt oder nicht mehr wie gewohnt zugänglich oder greifbar ist, kommt Trauer auf. Es ist schlichtweg ein großer Verlust. Trauerarbeit bewältigt nachhaltig Verluste.
Wenn du mich fragst, wirken bei dir bezüglich deiner früheren Therapeutin das Schöne / Hilfreiche und genau diese Trauer aufgrund des Verlustes aufeinander ein. Oder parallel...🤔. Das ist so. Wäre dieser traurige Anteil jetzt nicht da, hätte es vermutlich auch nie einen derart hilf- und segensreichen Anteil an der Therapeutin bzw. eurem gemeinsamen Wirken gegeben. Verständlich😇?
Zusammengefasst: Aus meiner Sicht kannst du zuversichtlich sein, das sich mehr und mehr der Hilfreich-Anteil durchsetzt, der Traurig-Anteil schwächer wird bzw. einen guten Platz in deiner Erinnerung bekommen wird und du nicht mehr über ihn stolperst. Bleiben wird er vermutlich, es würde sich wahrscheinlich auch lohnen, sich mal zu überlegen, für was das auch gut sein könnte. Es wird sich eine gutes Gleichgewicht zwischen diesen Anteilen einstellen.
Viele Grüße in den Abend schickt dir
bke-Lorenz
PS: Vielleicht wäre es ja wirklich was für dich mit dem Büchlein, du könntest ihm auch einen besonderen Namen geben, es für dich passen gestalten...
Lieber Lorenz,
danke für deine Antwort. Ich verstehe das, wie du das meinst. Und als ich deine Antwort gelesen habe, ist mir aufgefallen, dass ich viele so kleine Dinge eigentlich habe. Also ich habe auf dem Nachttisch eine kleine Figur. Jetzt nicht in Form meiner Therapeutin in mini oder so, aber eine mini kleine Playmobilfigur, die sie mir geschenkt hat, relativ am Anfang damals von der Therapie. Erst hatte ich totale Schwierigkeiten die aufzustellen, weil ich immer wieder Angst hatte, dass die Figur nicht mehr „gilt“. Also sie sollte mich daran erinnern, dass zwischen ihr und mir alles in Ordnung ist und sich nichts verändert, wenn mal länger Pause war mit Urlaub oder Krankheit oder so. Und normalerweise bin ich dann auch oft so abgerutscht und dachte, dass jetzt alles kaputt ist und das Vertrauen weg ist und ihr im Urlaub klar geworden ist, dass sie mich hasst und solche Gedanken eben. Aber jetzt steht diese Figur schon wirklich sehr lange auf meinem Nachttisch und obwohl sie schon ein halbes Jahr weg ist, schaue ich diese Figur noch immer oft an oder nehme sie mit an Orte, an denen ich mich unsicher fühle. Sie hat mir auch ein kleines Abschiedsgeschenk gemacht, als sie weggegangen ist. Das hat für mich eine große Bedeutung, also das ist mir echt heilig. Aber manchmal werde ich dann so traurig, wie jetzt, wenn ich davon schreibe. Diese Dinge bedeuten mir wirklich viel und begleiten mich und geben mir Mut, aber sie erinnern mich auch daran, dass sie nicht mehr da ist und ich glaube, ich bin auch so traurig, weil der Zeitpunkt für mich noch nicht passend war. Ich war noch nicht soweit, sie gehen zu lassen. Aber man hat leider nicht überall die Kontrolle für solche Dinge. Ich muss es einfach akzeptieren wie es ist. Aber beim Lesen deiner Antwort habe ich mich gefragt, wie ich es schaffen könnte, dass die Dinge mir helfen, ohne mich traurig zu machen. Hast du eine Idee? Ich habe auch noch andere Strategien und Methoden von ihr gelernt, die ich immer wieder mal mache oder in meiner kleinen Notfalltasche drin habe. Und vor allem habe ich auch viel von ihr gelernt, was man nicht sehen kann. Außerdem war bei ihr der erste und einzige Ort jemals an dem ich so war, wie ich bin. Ich glaube, ich vermisse nicht nur sie als Mensch und Therapeutin, sondern auch diesen Ort. Aber die Praxis existiert nicht mehr, deswegen kann ich auch den Ort nicht mehr besuchen.
Ich finde die Idee gut mit so einem Büchlein oder Schatzkästchen oder sowas, aber wie schaffe ich es die Traurigkeit und das Vermissen da rauszulassen? Sie fehlt mir wirklich sehr. Und das soll jetzt nicht so psycho abhängig klingen oder so. Ich komm klar, auch wenn sie nicht mehr da ist, aber sie hat mir so viel geholfen und ich habe wirklich Fortschritte gemacht bei ihr. Mit ihr hatte ich ein kleines bisschen Hoffnung, dass ich es vielleicht doch schaffen kann. Und jetzt ist sie seit einem halben Jahr weg. Ich habe viele schöne und berührende Erinnerungen an sie. Du hast recht, es wäre auch hilfreich und schön, wenn ich die mehr nutzen könnte und auch das, was sie mir beigebracht hat. Aber wenn ich schon so labil bin und dann noch an sie denke, tut mein Herz noch mehr weh und ich muss immer noch weinen, wenn ich daran denke. Jetzt beim Schreiben musste ich auch total weinen. Vielleicht habe ich das auch bisher nie so wirklich zugelassen, was für ein Verlust das ist. Es war so viel los im letzten halben Jahr, dass ich die Gefühle dazu total weggedrückt habe.
Glaubst du, man kann das Hilfreiche irgendwie oder irgendwann von dem Traurigen trennen? Hast du Ideen, wie das gehen könnte?
Danke Lorenz, dass du dir so Mühe mit mir gibst.
Feline
Liebe Feline,
ich möchte noch ein paar Worte zu deiner Antwort vom 19. Dezember schreiben. Wie die liebe Kollegin bke-Kira bin auch beeindruckt, wie gut du in dich hineinfühlen und dich selber wahrnehmen kannst. Dass du bei all dem Frust und all der Resignation auch von deinen guten Erfahrungen, also z. B. hier im Forum bzw. bei der BKE, deinem Arzt und insbesondere auch von deiner ehemaligen Therapeutin, schreibst, fasziniert mich. Das lasse ich einfach mal so stehen.
Wie du das Vertrauensverhältnis zu deiner vorigen Therapeutin beschreibst, kann einen wirklich berühren. Du konntest bei ihr so sein, wie du eben warst oder bist, hattest nie das Gefühl, dich verstellen zu müssen. Hört sich nach sehr viel Sicherheit an. In Krisenmomenten fehlt sie dir besonders, das ist gut zu verstehen. Du schreibst, es gebe keine Möglichkeit, sie zurückzuholen. Ich bin sicher, ihr habt da alles ausgelotet. Was meinst du, könntest du nicht Teile von eurer Verbindung, Teile der Sicherheit, die zwischen euch da waren, irgendwie aktivieren und für dich nutzen? Ich meine damit Sichtweisen, Haltungen, Notfall-Werkzeuge... Alles, was du in dem guten Prozess mit ihr für dich lernen und mitnehmen konntest. Was war gut, was hat besonders gut geholfen und könnte mir auch heute noch bzw. wieder helfen? Vielleicht -nur eine Idee- könntest du dir ein Büchlein anlegen und beginnen, diese guten Dinge zu sammeln und aufzuschreiben. Wie wäre das?
Eine weitere Möglichkeit könnte sein, dir eine schöne "Figur" auszusuchen und ihr die hilfreichen Eigenschaften deiner Therapeutin quasi "einzupflanzen". Wie, könnte das vonstatten gehen? Habe so ein Bild im Kopf, die Figur, die jetzt deine kleine "Mini-Ausführung" der Therapeutin ist, steht auf deinem Nachttisch oder einem anderen guten Platz in deiner Nähe und kann ihre Wirkung entfalten. Du könntest deine "Mini-Therapeutin" auch jederzeit mitnehmen... Kannst du nachvollziehen, was ich meine?
Noch zu deiner Frage an bke-Kira, vielleicht kann ich ja behilflich sein. Vielleicht meint sie ja, eine andere Person lädt dich dazu ein, bei dir zu bleiben und deine Gefühle wahrzunehmen? Könnte das sein? Und das wäre etwas Wertvolles, das du schätzen (feiern) solltest. Bestimmt schreibt dir bke-Kira ja noch etwas dazu.
Viele Grüße und einen möglichst guten Abend,
bke-Lorenz